{"id":164,"date":"2016-04-03T01:05:19","date_gmt":"2016-04-02T23:05:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.krusche-online.de\/blog\/?page_id=164"},"modified":"2016-04-14T20:24:03","modified_gmt":"2016-04-14T18:24:03","slug":"regensburg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.krusche-online.de\/blog\/heimat\/regensburg\/","title":{"rendered":"Regensburg"},"content":{"rendered":"<p>Regensburg ist eine der \u00e4ltesten St\u00e4dte Deutschlands. Im Laufe der Jahrhunderte ist Regensburg mit einer Vielzahl von Namen bedacht worden. Das weist auf die reichhaltige Geschichte hin. Der Name Radaspona ist erstmals um 770 bei Arbeo von Freising in der Literatur zu finden, geht aber vermutlich auf \u00e4ltere keltische Bezeichnungen zur\u00fcck. Daraus entstand die franz\u00f6sische Benennung Regensburgs \u201eRatisbonne\u201c und die italienische \u201eRatisbona\u201c. Der Namensursprung beruht auf zwei keltischen W\u00f6rtern: rate oder ratis \u201eWall\u201c, \u201eStadtmauer\u201c und bona \u201eGr\u00fcndung\u201c oder \u201eStadt\u201c.<\/p>\n<p>Daneben wurde die Stadt auch mit humanistisch gepr\u00e4gten Neubildungen wie Quadrata, Germanisheim, Hydatospolis, Ymbripolis, Reginopolis und Tyberina bedacht.<br \/>\nDer Regensburger Donaubogen ist bereits seit der Steinzeit besiedelt. Anfang 2006 wurden etwa 100 m \u00f6stlich der Mauern des sp\u00e4teren Legionslagers keltische Gr\u00e4ber mit teilweise hochwertigen Grabbeigaben gefunden. Sie wurden auf etwa 400 v. Chr. datiert.<\/p>\n<p>Die r\u00f6mische Geschichte Regensburgs beginnt etwa um 79 n. Chr. mit der Einrichtung des Kohortenkastells Kumpfm\u00fchl auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Kumpfm\u00fchl-Ziegetsdorf-Neupr\u00fcll. Das Lager diente als Beobachtungsposten f\u00fcr die Naab- und Regenm\u00fcndung und war durch Graben und Pfahlpalisaden gesichert, sp\u00e4ter auch durch eine Steinmauer. Im Lager waren Hilfstruppen stationiert, und zwar entweder eine rund 500 Mann starke berittene Kohorte oder eine rund 1000 Mann starke Doppelkohorte Fu\u00dfsoldaten. Bald bildete sich um das Kastell eine Zivilsiedlung (vicus). Eine Donausiedlung im Bereich der heutigen westlichen Altstadt wird ebenfalls f\u00fcr diese Zeit vermutet. Reste eines r\u00f6mischen Beobachtungsturmes wurden nahe der Naabm\u00fcndung gefunden, f\u00fcr diese Zeit (2. Jahrhundert) wird auch die \u00e4lteste r\u00f6mische Brauerei n\u00f6rdlich der Alpen vermutet (heute R\u00f6mer-Pavillon am Kornweg). Das Kastell und die Zivilsiedlungen wurden im Rahmen des Markomannensturms in der zweiten H\u00e4lfte der 160er-Jahre zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Nach dem Zur\u00fcckdr\u00e4ngen der Markomannen bis etwa 170 n. Chr. wurde auf Anordnung von Kaiser Mark Aurel ab ca. 175 das Legionslager Castra Regina (Lager am Regen) errichtet. Dieser Steinbau mit seiner etwa 10 Meter hohen Mauer, den vier Toranlagen und zahlreichen T\u00fcrmen ist heute noch gut im Grundriss der Regensburger Altstadt erkennbar. Von seiner Einweihung im Jahre 179 n. Chr. ist heute noch die steinerne Inschrift erhalten, die sich einst \u00fcber dem Osttor befand und als die Gr\u00fcndungsurkunde Regensburgs gilt. Im Lager war die III. Italische Legion mit rund 6000 Soldaten stationiert. Es war milit\u00e4rischer Hauptst\u00fctzpunkt der Provinz Raetia und bildete somit eine Ausnahme im r\u00f6mischen Verwaltungssystem, da die Legion nicht in der Provinzhauptstadt Augsburg stationiert war. W\u00e4hrend der Wirren der V\u00f6lkerwanderung kam es im Verlauf des 5. Jahrhunderts zur milit\u00e4rischen Aufgabe des Kastells, das fortan eine mauerbewehrte Zivilsiedlung war.<\/p>\n<p>Von etwa 500 bis 788 war Regensburg der Hauptsitz der Herz\u00f6ge der Bajuwaren aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Regensburg wurde zu einem bedeutenden Zentrum des fr\u00fchen bairischen Stammesherzogtums. Herzog Odilo verwirklichte im Jahr 739 die bairische Di\u00f6zesaneinteilung. Die Bist\u00fcmer Regensburg, Freising, Passau und Salzburg wurden kirchenrechtlich gegr\u00fcndet und ihre Grenzen festgelegt. Nach seinem Sieg \u00fcber den bairischen Herzog Tassilo III. verbrachte Karl der Gro\u00dfe zwei aufeinanderfolgende Winter (791\u2013793) in der alten bairischen Herzogsstadt Regensburg, um die Einverleibung Baierns in das Fr\u00e4nkische Reich pers\u00f6nlich abzusichern. Unter Ludwig II. (dem Deutschen) wurde Regensburg wieder Residenz und Verwaltungszentrum.<\/p>\n<p>Regensburg ist eines der \u00e4ltesten Bist\u00fcmer Deutschlands, das bereits einige Jahrzehnte bestand, als es 739 von Bonifatius dem Canonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde. \u00dcberreste diverser aufeinander folgender Epochen finden sich unter anderem in den Ausgrabungen unter der Niederm\u00fcnster-Kirche, zu einer der \u00e4ltesten Klosteranlagen der Stadt geh\u00f6rig, der auch die sogenannte Erhardi-Krypta zuzuordnen ist. \u00c4hnlich alt ist die romanische Kapelle St. Georg und Afra. Auch wenn Regensburg als Reichsstadt ab 1542 protestantisch war, blieb die Stadt immer katholische Bischofsstadt, obwohl sie zeitweise von anderen Bist\u00fcmern mitverwaltet wurde.<br \/>\nIm 9. Jahrhundert war Regensburg eine der wichtigsten St\u00e4dte des ostfr\u00e4nkischen Karolingerreiches. Hemma (\u2020 876), die Gemahlin des ostfr\u00e4nkischen K\u00f6nigs Ludwig der Deutsche, sowie die beiden letzten ostfr\u00e4nkischen Karolingerherrscher, Kaiser Arnulf von K\u00e4rnten (\u2020 899) und sein Sohn K\u00f6nig Ludwig das Kind (\u2020 911) wurden in der Benediktinerabtei St. Emmeram beigesetzt. St. Emmeram war ein Vorstadtkloster; der Bischof residierte \u2013 wie in allen mittelalterlichen St\u00e4dten \u2013 im Episcopium, in n\u00e4chster N\u00e4he des Domes, seiner Bischofskirche, in der ummauerten Stadt.<br \/>\nIm Jahre 954 zog sich Liudolf, der \u00e4lteste Sohn Ottos des Gro\u00dfen, nach dem Scheitern seines Aufstandes gegen seinen Vater nach Regensburg zur\u00fcck. Nach einer mehrmonatigen Belagerung der Stadt durch Ottos Bruder Heinrich wurde Regensburg erobert und in Brand gesteckt; Liudolf gelang jedoch die Flucht.<\/p>\n<p>Durch Fernhandel bis Paris, Venedig und Kiew erlebte die Stadt ihre wirtschaftliche Bl\u00fctezeit. Sie war damals eine der wohlhabendsten und einwohnerst\u00e4rksten St\u00e4dte Deutschlands. Die romanische und gotische Architektur des Mittelalters bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Ein weiteres Zeichen f\u00fcr den damaligen Wohlstand der Stadt ist der Bau der Steinernen Br\u00fccke von 1135 bis 1146. Das mittelalterliche Bauwunder wurde Vorbild f\u00fcr viele andere Br\u00fcckenbauten, zum Beispiel f\u00fcr die Judithbr\u00fccke (Vorl\u00e4uferin der Karlsbr\u00fccke) in Prag. Die Br\u00fccke ist zugleich Symbol f\u00fcr den Aufstieg der b\u00fcrgerlichen st\u00e4dtischen Selbstverwaltung: Im Br\u00fcckenprivileg Kaiser Barbarossas vom 26. September 1182 wird mit dem Br\u00fcckenmeister (magister pontis) Herbord erstmals ein st\u00e4dtischer Funktionstr\u00e4ger namentlich genannt.<\/p>\n<p>Im Mai 1147 brach Konrad III. in Regensburg zum zweiten Kreuzzug auf, der strategisch g\u00fcnstige Donau\u00fcbergang d\u00fcrfte daf\u00fcr mit den Ausschlag gegeben haben. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer gro\u00dfen Streitmacht zum dritten Kreuzzug auf.<br \/>\nIn den Jahren 1207 und 1230 verliehen K\u00f6nig Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. der Stadt umfangreiche Privilegien (in der Forschung als Philippinum bzw. Fridericianum bekannt), die in der Folge den Aufstieg zur Freien Stadt erm\u00f6glichten. Schon am 10. November 1245 erreichten die Regensburger B\u00fcrger, dass Kaiser Friedrich II. der Stadt das Recht der Selbstverwaltung mit dem Privileg \u201eeinen B\u00fcrgermeister und Rat zu setzen\u201c best\u00e4tigte. Dies f\u00fchrte zusammen mit dem lukrativen Fernhandel und dem Auszug der bayerischen Herz\u00f6ge nach Landshut 1255 zu einem Erstarken der B\u00fcrgerschaft. Damit begann der \u00fcber Jahrhunderte fortbestehende Konflikt der Stadt mit dem Regensburger Bischof und vor allem dem umliegenden Herzogtum Bayern. Vermutlich nach 1260 wurde mit dem Bau des Regensburger Doms St. Peter begonnen. Zusammen mit der Steinernen Br\u00fccke ist er das Wahrzeichen der Stadt.<\/p>\n<p>Nach Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs setzte eine probayerische Partei 1485\/86 den Anschluss der Stadt an das Herzogtum Bayern-M\u00fcnchen durch. Die st\u00e4dtische Reichsunmittelbarkeit wurde 1492 wiederhergestellt. Regensburg verlor dabei seinen Status als Freie Stadt und war nur mehr eine gew\u00f6hnliche Reichsstadt. Als sich die inneren Unruhen fortsetzten, griff der r\u00f6misch-deutsche K\u00f6nig und sp\u00e4tere Kaiser Maximilian I. im Jahr 1500 in die inneren Verh\u00e4ltnisse ein. Er oktroyierte Regensburg eine neue Stadtverfassung, die sogenannte \u201eRegimentsordnung\u201c, die 1514 modifiziert wurde und formal bis 1803 in Kraft blieb. 1519 wurde in einem Pogrom die damals gr\u00f6\u00dfte j\u00fcdische Gemeinde Deutschlands vertrieben. Vorausgegangen war eine Anordnung des Stadtrats am 21. Februar, der damit einer Forderung christlicher Handwerker nachkam. Die Regensburger nutzten das Machtvakuum nach dem Tod Maximilians am Neujahrstag 1519 bis zur Kr\u00f6nung von Karl V. Das alte Judenviertel wurde zerst\u00f6rt und es entstand eine lukrative Wallfahrt zur sch\u00f6nen Maria, der heutigen Neupfarrkirche auf gleichnamigen Platz.<\/p>\n<p>Im Jahr 1524 wurde mit dem Regensburger Konvent das erste B\u00fcndnis altkirchlicher Reichsst\u00e4nde in der Stadt abgeschlossen. 1541 fand in der Neuen Waag am Haidplatz das Regensburger Religionsgespr\u00e4ch zwischen Philipp Melanchthon und Johannes Eck statt, ein Versuch, die sich vertiefenden Gr\u00e4ben zwischen Katholiken und Protestanten zu \u00fcberbr\u00fccken. Nach Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Rat wurde die Reichsstadt 1542 evangelisch. Man erhoffte sich dadurch eine gr\u00f6\u00dfere Unabh\u00e4ngigkeit vom katholischen Bischof und vom Kaiser. Der Konflikt mit dem F\u00fcrstbischof und dessen Hochstift Regensburg eskalierte dadurch weiter. Kammerer Stephan Fugger vom Reh (\u2020 1602) unterzeichnete f\u00fcr den Rat der Stadt Regensburg die lutherische Konkordienformel von 1577. Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert, insbesondere aber w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs und danach war die Stadt einer der wichtigsten Zufluchtsorte evangelischer Glaubensvertriebener aus \u00d6sterreich, die sich hier dauerhaft niederlie\u00dfen oder nach Franken und Schwaben weiterwanderten.\u00a01630 wurde auf dem Regensburger Kurf\u00fcrstentag Wallenstein abgesetzt. 1633 wurde Regensburg von schwedischen Truppen unter Bernhard von Sachsen-Weimar erst\u00fcrmt. 1634 wurde es von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zur\u00fcckerobert.<br \/>\nRegensburg war bereits ein wichtiges Zentrum des Ostfr\u00e4nkischen Reichs gewesen, in dem auch Reichstage abgehalten wurden. Ab 1594 wurden die Reichstage nur noch im Reichssaal des Regensburger Rathauses abgehalten. 1663 wurde der Reichstag nicht mehr aufgel\u00f6st, womit er zum Immerw\u00e4hrenden Reichstag erkl\u00e4rt wurde. In ihm tagten nicht nur die F\u00fcrsten des Heiligen R\u00f6mischen Reiches, sondern in der Regel Gesandte aus ganz Europa. Der Kaiser selbst wurde dabei meist durch kaiserliche Prinzipalkommissare vertreten.<\/p>\n<p>Im Verlaufe des Spanischen Erbfolgekriegs wurden die Schl\u00fcssel der Stadt am 8. April 1703 auf der Steinernen Br\u00fccke kampflos dem bayerischen General Alessandro Maffei \u00fcbergeben. Gleichzeitig wurde der Stadt jedoch ein Schreiben \u00fcberbracht, in dem sich Kurf\u00fcrst Max Emanuel verpflichtete, seine Truppen wieder zur\u00fcckzuziehen, sobald ihm die Neutralit\u00e4t Regensburgs zugesichert sei und er die Gew\u00e4hr habe, dass keine der beiden Kriegsparteien die Br\u00fccke nutzen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>1748 wurde der kaiserliche Generaloberpostmeister F\u00fcrst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis zum Prinzipalkommissar ernannt, der aus diesem Grund die Residenz seiner Familie von Frankfurt nach Regensburg verlegte. Architektonisches Zeugnis der Zeit des Immerw\u00e4hrenden Reichstags sind die zahlreichen Gesandtschaften in der gleichnamigen Stra\u00dfe in Regensburg. Der wirtschaftliche Nutzen f\u00fcr die Stadt war aber gering, da die Gesandten weder zoll- noch steuerpflichtig waren. Die politische Lage in der Stadt selbst war zu dieser Zeit recht kompliziert. Neben der Reichsstadt gab es weitere reichsunmittelbare Herrschaften in Regensburg, n\u00e4mlich das Hochstift Regensburg des Regensburger Bischofs sowie die Reichskl\u00f6ster St. Emmeram, Niederm\u00fcnster und Oberm\u00fcnster. Dazu kamen Sonderrechte des Kaisers und der auf dem Reichstag tagenden F\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Ende des 18. Jhs. wurde die Stadt von schweren innenpolitischen Auseinandersetzungen ersch\u00fcttert, als vor dem Hintergrund eines drohenden Finanzkollapses der Stadt Vertreter der B\u00fcrgerschaft und des Magistrats den Geheimen Rat der Stadt (das eigentliche Regierungsorgan) wegen Misswirtschaft und Verfassungsbruchs mit Erfolg vor dem Reichshofrat in Wien verklagten. Der Kaiser verordnete eine punktuelle Revision der Stadtverfassung und gew\u00e4hrte Regensburg \u2013 zum Schaden der st\u00e4dtischen Gl\u00e4ubiger \u2013 ein Moratorium, das den Kollaps des Stadtstaates abwendete.<\/p>\n<p>Im Jahr 1800 nahm die siegreiche franz\u00f6sische Armee in Regensburg Quartier und legte der Stadt hohe Kontributionsforderungen auf, die die Stadtfinanzen vollends ruinierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1803 fiel hier eine der letzten Entscheidungen des Reichstags: Der Reichsdeputationshauptschluss leitete die Aufl\u00f6sung des Heiligen R\u00f6mischen Reiches ein und f\u00fchrte unter anderem zur S\u00e4kularisation des Gro\u00dfteils der Kl\u00f6ster. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss entstand unter anderem das eigenst\u00e4ndige F\u00fcrstentum Regensburg unter Karl Theodor von Dalberg, der sein Amt als Erzbischof aufgrund bayerischer Einw\u00e4nde erst am 1. Februar 1805 antreten konnte. Die Rheinbundstaaten erkl\u00e4rten auf der letzten Sitzung des Regensburger Reichstags am 1. August 1806 den Austritt aus dem Verband des Heiligen R\u00f6mischen Reiches deutscher Nation. Im F\u00fcnften Koalitionskrieg (Frankreich gegen Gro\u00dfbritannien und \u00d6sterreich) besetzte ein \u00f6sterreichisches Armeekorps am 20. April 1809 Regensburg. Drei Tage sp\u00e4ter eroberten die Franzosen die Stadt zur\u00fcck (\u2192Schlacht von Regensburg). Hierbei erlitt Napoleon die einzige Verletzung auf allen seinen Feldz\u00fcgen. Dalberg behielt zwar sein Amt als Regensburger Erzbischof (bis zu seinem Tod 1817), musste aber auf Druck Napoleons Regensburg am 22. Mai 1810 an das K\u00f6nigreich Bayern abtreten.<\/p>\n<p>Die Inbesitznahme durch Bayern bedeutete den Verlust der politischen Bedeutung und der Sonderstellung der Stadt innerhalb des alten Bayern; die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse waren schon zu reichsst\u00e4dtischer Zeit zuletzt so desolat geworden, dass eine weitere Selbstst\u00e4ndigkeit schon deshalb ausgeschlossen schien. Regensburg wurde Hauptstadt des Regenkreises, ab 1838 des Kreises \u201eRegensburg und Oberpfalz\u201c, des sp\u00e4teren Regierungsbezirks Oberpfalz. Es war \u201ekreisunmittelbare Stadt\u201c und zugleich Sitz des gleichnamigen Bezirksamts; Regensburg begann langsam wieder an Bedeutung zu gewinnen. 1859 erfolgte der Anschluss ans Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach N\u00fcrnberg und M\u00fcnchen. Jedoch siedelte sich auch in der Folgezeit kaum Industrie an. Noch f\u00fcr lange Zeit beschr\u00e4nkte sich Regensburgs Rolle auf die eines Wirtschafts- und Handelszentrums f\u00fcr ein relativ begrenztes agrarisches Umland, neben der traditionellen Bedeutung, welche die alte, in sich ruhende Stadt als Kirchen- und Schulstadt sowie Beh\u00f6rdensitz hatte. Bis heute bedeutend ist die Er\u00f6ffnung des Luitpoldhafens 1910 (mittlerweile als Westhafen bekannt). Bis zum Ersten Weltkrieg (und noch w\u00e4hrend des Krieges) erlebte die Donauschifffahrt einen Aufschwung, namentlich aufgrund des Erd\u00f6limports aus Rum\u00e4nien. 1913 wurde der Bayerische Lloyd gegr\u00fcndet. Der Regensburger Petroleumhafen erwies sich bald als zu klein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der historische Stadtkern Regensburgs mit engen Gassen, zahlreichen Patrizierh\u00e4usern und Kapellen aus allen Kunstepochen des Mittelalters ist weitestgehend erhalten und damit die gr\u00f6\u00dfte mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Au\u00dferdem besitzt sie die gr\u00f6\u00dfte Anzahl an Geschlechtert\u00fcrmen n\u00f6rdlich der Alpen, was ihr den Beinamen \u201eN\u00f6rdlichste Stadt Italiens\u201c eingetragen hat. Umsichtige und von der Bev\u00f6lkerung mitgetragene Sanierungsma\u00dfnahmen haben den Bestand von \u00fcber 1.000 gesch\u00fctzten Denkm\u00e4lern bis heute gesichert. Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt mitsamt Stadtamthof von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die Stadt richtete 2007 ein Weltkulturerbezentrum ein, das im historischen Salzstadl beim Eingangsturm der Steinernen Br\u00fccke untergebracht ist. Dort werden an zentraler Stelle detaillierte Informationen zur Stadtgeschichte gegeben (~ 2000 Jahre) und aktuelle Ausstellungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"metaslider-id-655\" style=\"max-width: 512px; margin: 0 auto;\" class=\"ml-slider-3-108-0 metaslider metaslider-flex metaslider-655 ml-slider has-dots-nav ms-theme-default\" role=\"region\" aria-label=\"Regensburg\" data-height=\"512\" data-width=\"512\">\n    <div id=\"metaslider_container_655\">\n        <div id=\"metaslider_655\" class=\"flexslider\">\n            <ul class='slides'>\n                <li style=\"display: block; width: 100%;\" class=\"slide-603 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2016-04-08 17:21:18\" data-filename=\"IMG_1967.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.krusche-online.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/IMG_1967.jpg\" class=\"slider-655 slide-603 msDefaultImage\" alt=\"\" rel=\"\" title=\"\" style=\"margin: 0 auto; 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